FAIR-WORK

Unser faires Konzept

Wie schaut euer Fair-Work Modell aus?

Wir von Matterhorn Manufactory arbeiten mit zwei erfahrenen Fachschustern aus dem Ausland zusammen. Dabei haben wir unsere Schuster gefragt, welchen Preis sie für ihre Arbeit als angemessen empfinden. Die Boots werden ausschließlich von diesen zwei Schuhmachern per Hand in freier Arbeit hergestellt. Dabei haben wir uns unter anderem auf ein monatliches Kontingent geeinigt, so dass keine Überarbeitung der Arbeitskräfte erfolgt. Am Ende teilen wir die Summe. Matterhorn Manufactory erfüllt dabei die von der OECD aufgestellten ethischen Kriterien - sog. Due Dilligence - für die Schuhbranche.

Müssten Boots aus fairer Arbeit nicht viel mehr kosten?

Nein! Wir von Matterhorn Manufactory sind kein globales Unternehmen, das tausende Arbeitskräfte beschäftigt, bundesweit Filialen mietet oder übertriebene Marketingkampagnen finanzieren muss. Insofern sparen wir uns eine Menge Kosten und können dadurch mit geringeren Preisen einen fast ähnlichen Gewinn erzielen. Darüber hinaus sind wir nicht primär darauf aus, maximalen Gewinn  zu erzeugen, sondern vielmehr ein nachhaltiges System mit fairen Methoden zu bilden.

Wie können nur zwei Schuster so eine Menge an Boots produzieren?

Unsere Schuster stellen pro Monat lediglich 100 Boots her. Diese Produktion übernehmen sie monatlich zu zweit. Grundsätzlich orientiert man sich in der Mode-Industrie an der Nachfrage. Wir drehen den Spieß um und orientieren uns nicht an der hohen Nachfrage, sondern bleiben prinzipientreu bei 100 Boots pro Monat. Dabei sorgen wir dafür, dass die Schuster nicht mehr herstellen können oder müssen. Das heißt für dich: Rechtzeitig genug bestellen. Denn wer bekanntlich zuerst kommt, mahlt auch zuerst! Ansonsten kann es sein, dass du länger auf die nächste Produktion warten musst.

 

Warum Fair-Work?

Vielen Menschen ist nicht bewusst, unter welchen Bedingungen unsere Kleidung tatsächlich hergestellt wird. Drei viertel der Deutschen sagen heute, dass ihnen gute Produktionsbedingungen wichtig sind. Allerdings machen nicht alle Unternehmen mit. Gerade in Entwicklungs- und Schwellenländern sind 14-Stunden-Schichten, Hungerlöhne oder der Einsatz gefährlicher Chemikalien ohne Schutzkleidung häufig keine Ausnahme. Leider gehört auch ausbeuterische Kinderarbeit dazu. Das müssen und können wir ändern. Fair-Work muss zum Branchenstandard werden.

Warum produzieren viele Unternehmen im Ausland ihre Textilien?

In Deutschland kostete eine Arbeitsstunde in der Bekleidungsindustrie 32 € im Jahr 2016 (nach Angaben des GVTM). In anderen EU-Ländern ist das Kostenniveau ähnlich. Um diese Kosten zu verringern, werden viele Produktionsstufen in Niedriglohnländer nach Asien oder Afrika verlagert. Dort wird nach Standards produziert, die bei uns aus gutem Grund schon lange nicht mehr erlaubt sind. Die Fabriken in Asien oder Afrika sind oftmals einem enormen Preisdruck ausgesetzt. Wenn sie die geforderten Preise und Liefertermine nicht einhalten können, besteht die Gefahr, dass sie Aufträge an die Konkurrenz verlieren. Dieser Druck wird dann an die Beschäftigten weitergegeben: Sie müssen unbezahlte Überstunden leisten, Löhne werden behalten. Viele arbeiten dann bis zu 16 Stunden am Tag. Verstöße gegen national oder international geltende Arbeitsrechtsbestimmungen werden selten verfolgt und bleiben somit oft ohne Konsequenzen.

 

©2019 Matterhorn Manufactory. Erstellt mit Wix.com